
Seinen bleibenden Ausdruck findet das Theater dagegen in den Theatergebäuden. Jedes Theater erzählt etwas über die Zeit, in der es entstanden sind, über die Absichten seiner Erbauer, über das Verhältnis von Publikum und Künstlern, von der Zusammenarbeit der Künstler über alle Grenzen hinweg und vom Wandel der Zeiten. Darüber hinaus verbindet alle Theater ein europäischer Aspekt: Die architektonische Form des Theaters, wie wir sie heute kennen, wurde im 17. Jahrhundert in Italien entwickelt und breitete sich von dort über ganz Europa aus. Das Theater gehört damit zu den ganz wenigen wahrhaft europäischen Gebäudetypen.
Um es Ihnen so einfach wie möglich zu machen, dieses besondere europäische Kulturerbe zu erleben, werden derzeit ausgewählte historische Theater zu einer Europastraße der historischen Theater verbunden. Die Europastraße besteht aus einzelnen Routen, auf denen sich jeweils circa 10 Theater befinden, die man bequem in einer guten Woche bereisen kann.
Den Anfang macht im Herbst 2007 die Deutschland-Route. Und dann wächst die Europastraße jedes Jahr. Seien Sie dabei und reisen Sie weiter auf der Nordischen Route, die Sie zu einmaligen Theatern in Schweden, Norwegen und Dänemark führt. Machen Sie Urlaub im Süden und besuchen Sie auf der Italien-Route die ältesten Theater Europas sowie ausgesuchte Privattheater. Verwöhnen Sie sich königlich und folgen Sie der Kaiser-Route zu Adelstheatern in der Tschechischen Republik und Österreich. Und erfahren Sie alles über historische Theater in Belgien, den Niederlanden und Großbritannien entlang der Kanal-Route.
Lassen Sie sich Geschichte erzählen, indem Sie von einem historischen Theater zum nächsten reisen. Sehen Sie selbst, was einst gedacht, gebaut und gestaltet wurde und was das für uns heute bedeutet. Erfahren Sie, wie Europa funktioniert hat. Genießen Sie die eine oder andere Aufführung. Erleben Sie Geschichte in ihrer schönsten Form.
Deutschland-Route
Nordische Route (ab Frühjahr 2008)
Kanal-Route (ab Herbst 2008)
Italien-Route (ab Frühjahr 2009)
Kaiser-Route (Termin noch offen)
Mit Unterstützung des Programms "Kultur" der Europäischen Union